Über Blogging the City – Wie kam es zu dieser Konferenz?

Das Internet – mit seinen Videoplattformen, Blogs und Sozialen Netzwerke – ist die mächtigste Kommunikationsinfrastruktur, die die Menschheit jemals entwickelt und genutzt hat. Das sogenannte Web 2.0 verändert unsere Kommunikationsgewohnheiten sowie die Möglichkeiten von Interaktion und Kollaboration. Es eröffnet neue Wege, um Informationen und Wissen zu verbreiten und ist damit das neue Medium und wird in einer sich bereits abzeichnenden “Netzwerkgesellschaft” (M. Castells).

Das Internet verändert die Auseinandersetzung mit städtischen Themen, die Informationsverteilung, wie Akteure miteinander kommunizieren und an der Gestaltung unserer (gebauten) Umwelt teilhaben. Statt passiv zu konsumieren, kann sich nun jeder aktiv beteiligen, publizieren und vernetzen. Dies eröffnet neue Chancen für zivilgesellschaftliches Engagement und Partizipation, wie etwa bei Petitionen im Rahmen von Planungs- und Achitekturprojekten. Somit entstehen neue (Platt-)Formen der des gemeinschaftlichen Engagements.

Dabei ist daran nicht die immer verbesserte Technik das wirklich besondere – viel entscheidender ist der gesellschaftliche Wandel, der mit der gesamtgesellschaftlichen Durchdringung dieser Technologien einhergeht und dessen große soziale und kommunikative Konsequenzen noch nicht ausreichend diskutiert und verstanden werden. Gerade im Bereich von Stadtplanung und Architektur werden die Möglichkeiten und neuen Herausforderungen unterschätzt und die neuen Entwicklungen nur zögerlich akzeptiert.

Aber es gibt eine wachsende Gruppe von jungen Stadtplanern, Architekten und Aktivisten, welche als sogenannte “Early Adopter” die neuen Medien nutzt und deren Möglichkeiten auslotet und erforscht. Doch trotz dieser Entwicklung steht die urban-architektonische Blogosphäre am Beginn ihrer Vernetzung. Daher organisieren wir die Konferenz, um die Veränderungen, die Möglichkeiten und Grenzen, aber auch die damit verbundenen Herausforderungen zu diskutieren.

Ziel der Konferenz ist eine stärkere Vernetzung der urban-architektonischen Blogosphäre, die Formulierung von neuen Anforderungen sowie die Formulierung weiterer kollaborativer Projekte.

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